Seifensieden – Dokumentation eines alten Handwerks

Der chemische Hintergrund:

Seife entsteht durch eine chemische Reaktion beim Vermischen von Fetten/Ölen und Natronlauge. Die Fettsäuren der Öle und die Lauge verbinden sich miteinander, sie verseifen, und neutralisieren sich dadurch.

Dabei entsteht Wasser und Salz. Die Seife ist daher chemisch gesehen ein Salz. Die Seife ist daher, wie jedes Salz, wasserlöslich.

Sie hat schäumende und reinigende Eigenschaften. Der Seifenschaum umschließt den Schmutz, das Wasser spült den Schaum ab.

Die Vorarbeiten:

Über den Sommer sammeln wir die Kräuter, die wir in unseren Seifen verarbeiten. Einen Teil der Kräuter finden wir in unserem biologischen Garten, einen Teil im nahe gelegenen Wiesental und Wald. Hier werden unter anderem Ringelblumen, Spitzwegerich, Rosenblüten, Johanniskraut handgepflückt, verlesen und an der Sonne getrocknet.

Das Sieden:

In zwei Edelstahlbehältern werden die Natronlauge und das Fett-/Ölgemisch auf 45° C erwärmt. Wir arbeiten in Kaltsiedeverfahren. Durch die niedrige Temperatur werden die Pflanzenöle schonender verarbeitet. Sobald die Temperatur erreicht ist und die festen Fette, z.B. Kokos- und Palmöl oder Kakaobutter, geschmolzen sind, werden Lauge und Öle zusammengerührt. Dieser Vorgang kann bis zu 45 Minuten dauern. Im Lauf der Zeit nimmt das Gemisch eine puddingartige Konsistenz an. Dies ist der richtige Zeitpunkt, die restlichen Zutaten hinzu zu fügen. Wir verwenden zur Farbgebung hauptsächlich Kosmetikpigmente, wie sie z.B. in Wangenrouge oder Make up vorkommen. Auch natürliche Farbgeber, getrocknetes Spinatpulver, Blattchlorophyll oder Kurkuma finden Verwendung. Sind alle Zutaten verarbeitet, wird die Seife in Blockformen gegossen, zur Wärmeerhaltung mit einer Isolation versehen und über Nacht „in Ruhe“ gelassen.

Die Weiterverarbeitung:

Am nächsten Tag hat die Seife eine butterähnliche Konsistenz erreicht. Nun kann sie in Stücke geschnitten werden. Die Seife wird nun 4 – 6 Wochen gelagert. Während dieser Zeit kann die Seife trocknen und die eventuell vorhandene Restlauge kann sich abbauen. Nun ist die Seife mild und kann benutzt werden. Wie Sie sehen werden unsere Seifen in Handarbeit nach alter Tradition und erprobten Rezepten gefertigt, die hautpflegende Öle und Blüten, Kräuter und Blätter harmonisch vereinigen.

Alle Seifen werden von Hand geschnitten. Kleinere Gewichtsschwankungen sind daher nicht zu vermeiden.

Damit Sie lange Freude an Ihrer handgesiedeten Naturseife haben, raten wir zu einer trockenen Aufbewahrung. Wir empfehlen die Verwendung einer Seifenschale, aus der Wasser ablaufen kann. Sonnenlicht kann die natürlichen Farben von Kräutern und Blumen ausbleichen.

Bei sachgemäßer Lagerung beträgt die Haltbarkeit der Seife mindestens ein Jahr.

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